Vegan? Vegetarian? WHAT AM I??? / Vegan oder vegetarisch? Was bin ich??

­čÖé

I get so many questions about my eating habits and when I talk about it, people tend to say “Ah, so you’re vegan!!” or “Ah, so you’re vegetarian!!”. First of all, I’m neither vegan nor vegetarian. Secondly, I don’t know why we always have to fit in a certain category. Sometimes, I think people like to categorize others so they find it easier to understand them as they already have an opinion and evaluation about each category -> in a world full of prejudices. Ich bekomme so viele Fragen ├╝ber meine Ern├Ąhrung und meine Essgewohnheiten und fast jedesmal, wenn ich dar├╝ber rede, sagen die Leute “Ah, du bist also vegan!” oder “Oh, du bist also vegetarisch!”. Zu allererst, ich bin weder vegetarisch, noch vegan. Zweitens verstehe ich nicht, warum man immer in eine bestimmte Kategorie passen muss. Manchmal glaube ich, Menschen kategorisieren andere, weil sie sie dann leichter zu verstehen glauben – zu jeder Schublade gibt es gleich die passenden Werte, vor allem Bewertungen, und Vorurteile dazu.

Fake Fur in NYC ­čÖé

For example if you say you’re vegan, people usually respond in one of the four ways (That’s what I experienced): Wenn man z.B. sagt, dass man vegan is(s)t, antworten die Leute in der Regel auf eine der vier Art und Weisen (Das jedenfalls zeigt meine Erfahrung.):

1. Oh great! Me too. 2. Oh, but that’s not good for your health. Where do you get your protein and calcium from? 3. Oh great! I want to be vegan, too, but I just like meat too much. And recently no 4: Ah, you’re in line with the trend. That kinda cool now, right? 1. Oh toll! Ich auch. 2. Oh, aber das ist gar nicht gut f├╝r deine Gesundheit. Wo bekommst du denn dann bitte dein Protein und dein Kalzium her? 3. Oh toll! Ich w├╝rde auch gern, aber ich mag Fleisch einfach zu gerne. Und neuerdings 4. Ah, du gehst mit dem Trend. Das ist ja jetzt total modern.

And then, if you EAT like a vegan, what about leather shoes? I know there are some super stricts vegans out there who even attack other vegan eaters because they are driving a car with leather seats. I mean, what’s going on here? Shouldn’t we be thankful for everyone who thinks about the environment and about animal rights and healthy nutrition and who is AT LEAST making a first step? Why should that person directly be attacked for not immediately doing “the whole big thing”. Everytime I talk with someone about nutrion, animal farming etc., I’m so thankful when they carefully listen to me, think about what I’m saying and maybe eat less animal products than before and be aware of what a an animal products means: A creature from mother earth suffered, maybe even died for that – so treat it with respect, be thankful and, if you still can, then enjoy it. That’s at least one step. But I personally think the more someone learns about nutrition (and I don’t mean any health claims from advertising like “Drink your milk to get your calcium”, but real and not “paid by the industry”-knowledge), animal farming and holistic well-being, the more he or she will know what’s the right for him or her – and that might differ to what’s right for others. I think, we need to accept that we are all individuals and should try to do our best to live peacefully together and not to harm other creatures on this planet.

At Aasee

Nehmen wir mal an, man isst vegan, was ist dann mit Lederschuhen? Ich wei├č, dass es da drau├čen einige super strikte Veganer gibt, die sogar andere Veganer angreifen (verbal), weil sie ein Auto mit Ledersitzen fahren. Hallo, was geht denn hier ab? Sollten wir nicht dankbar sein f├╝r jeden, der sich Gedanken um die Umwelt, um gesunde Ern├Ąhrung und um Tierrechte macht und WENIGSTENS einen ersten Schritt gemacht hat? Warum wird so jemand direkt attackiert, weil er nicht gleich “das gro├če Ganze” mitmacht? Jedesmal, wenn ich mit jemanden ├╝ber Ern├Ąhrung und Tierhaltung etc. spreche, bin ich so dankbar, wenn dieser jemand mir aufmerksam zuh├Ârt, dann vielleicht sogar weniger tierische Produkte als vorher isst und sich dar├╝ber bewusst ist, was ein tierisches Produkt bedeutet: Daf├╝r musste i.d.R. ein Lebewesen leiden, vielleicht sogar sterben – also behandelt es mit Respekt, seid dankbar daf├╝r und, sofern ihr dann noch k├Ânnt, genie├čt es. Das ist wenigstens schon EIN Schritt. Wobei ich pers├Ânlich glaube, je mehr man ├╝ber gesunde Ern├Ąhrung (und damit meine ich keine Werbespr├╝che wie “Trink’ Milch f├╝r deine Knochen!”, sondern fundiertes Wissen und Studien, die nicht von der Industrie bezahlt wurden), ├╝ber Tierhaltung und ├╝ber ganzheitliche Gesundheit wei├č, desto besser lernt man seinen K├Ârper kennen und wei├č, was einem gut tut – und das kann sich durchaus von anderen differenzieren. Ich denke, wir sollten akzeptieren, dass wir alle Individuen sind and unser bestes geben, friedvoll miteinander zu Leben und andere Lebewesen nicht zu verletzen.

Happy cow behind my parents’ house in the Alps

Soooo, long introduction. ­čÖé What about me, what am I? I don’t want to be pigeonholed and I’m happy with what I am – simply me. I eat anything I WANT and I don’t forbid myself to eat anything. For example meat – because I love animals and I know they are harmed so badly in usual animal farming, I simply don’t WANT to eat meat everyday. Furthermore, I know how bad it is for my body. But maybe, when there is a special occassion like christmas and my parents set the table with a meal they’ve cooked themselves and with a chamois they’ve shot themselves, then I MIGHT eat a piece, maybe not. You can judge me now that I eat meat maybe once a year, maybe twice, maybe zero. Or that I might eat an egg for easter morning from a chicken that’s happily running around in the grass near our house… But that’s the truth. I know that we are biological designed as omnivores, that means we CAN eat anything (even other people!), but that doesn’t mean we NEED to – we still have the choice. What’s yours? Feel free to comment below.┬á Soooooo, langes Vorwort. ­čÖé Und was ist nun mit mir, was bin ich? Ich m├Âchte in keine Schublade gesteckt werden und bin gl├╝cklich mit dem, was ich bin – mit mir. Ich esse alles, was ich M├ľCHTE und ich verbiete mir nichts. Zum Beispiel Fleisch – Ich liebe Tiere und wei├č, wie schlecht es ihnen vor allem in konventioneller Tierhaltung ergeht, deswegen M├ľCHTE ich in der Regel gar kein Fleisch essen; zudem wei├č ich auch, wie schlecht es f├╝r meinen K├Ârper ist. Aber vielleicht, bei einer besonderen Gelegenheit wie Weihnachten, wenn meine Eltern den Tisch gedeckt haben und ihre selbst gekochte (und selbst geschossene) Gams aus den Alpen auftischen – vielleicht esse ich dann ein St├╝ck davon? Vielleicht auch nicht. Werde ich nun verurteilt, weil ich ein-/zweimal, oder vielleicht keinmal im Jahr Fleisch esse? Weil ich vielleicht am Ostermorgen mal ein echtes Ei esse von dem Huhn, was in der N├Ąhe von unserem Haus gl├╝cklich durch die Gegend l├Ąuft, esse? Das jedenfalls ist die Wahrheit. Ich wei├č, dass wir, biologisch gesehen, Allesfresser sind. Das hei├čt, wir K├ľNNEN alles essen (sogar andere Menschen!), aber das hei├čt ja nicht, dass wir das M├ťSSEN – wir haben die Wahl! Wie ist eure? Schreibt es gern in die Kommentare.

Happy cows close to our house in NRW, Germany

XXX, Nadine

Kommentare

  1. Emmit Otterton meint:

    Hey Nadine,

    danke f├╝r deine offenen Worte. Vor allem weil sie so wahr sind! Ich glaube jeder Veganer und auch jeder Vegetarier, wahrscheinlich sogar jeder, der einfach nur gelegentlich mal Fleisch essen m├Âchte, kennt die Situation sich rechtfertigen zu m├╝ssen. Muss das sein? Ist das normal? Leider ist es das wahrscheinlich. Kritisieren kann unsere heutige Gesellschaft n├Ąmlich richtig gut. Gerade was das Thema Ern├Ąhrung angeht. Ich zum Beispiel bekomme jeden Tag auf der Arbeit zu h├Âren: “Ach, das kannst du ja nicht essen! Das ist nicht vegan.” Das ist besonders lustig wenn man wei├č, dass ich nie behauptet habe vegan zu sein. Noch nicht Mal vegetarisch. Ich habe lediglich gesagt, dass ich eigentlich kein Fleisch esse. Man kann da schon fast von Mobbing sprechen, wobei ich mich pers├Ânlich davon nicht so sehr ├Ąrgern lasse. Andere Leute w├╝rden es aber vielleicht tun. Es wird ein Druck aufgebaut wo keiner hingeh├Ârt. Jeder soll das machen womit er sich am wohlsten f├╝hlt. So wie du Nadine. Mach weiter so wie bisher. Dann haben wir alle ein Vorbild mehr. ­čÖé

  2. Hallo Nadine, vor Monaten beschloss, mir einen schlankeren, sportlicheren, kraeftigeren K├Ârper zu erarbeiten, war mir schnell klar, dass ich auch deutlich weniger Fleisch essen sollte. Seitdem fuehle ich mich besser und gesuender. Seine Gedanken habe ich noch wenig bedacht. Danke fuer den Anstoss! Viele Gruesse Markus

  3. Hallo Nadine, vor Monaten beschloss ich, mir einen schlankeren, sportlicheren, kraeftigeren K├Ârper zu erarbeiten. Da war mir schnell klar, dass ich auch deutlich weniger Fleisch essen sollte. Seitdem fuehle ich mich besser und gesuender. Deine Gedanken habe ich noch wenig bedacht. Danke fuer den Anstoss! Viele Gruesse Markus

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